Heimische Weißtanne

Abies

Die Tanne ist eine Schattholzbaumart und erreicht eine Höhe von 40 m. Die Rinde ist weißlich-silbergrau und löst sich in eckigen Borkenschuppen vom Stamm ab. Tannennadeln sind flach und an der Spitze eingekerbt, an den Unterseiten befinden sich zwei weißliche Längsstreifen. Die Zapfen stehen aufrecht auf den Zweigen und zerfallen am Baum bei der Samenfreigabe, zurück bleibt eine leere Spindel.

 

Die Jahrringe sind deutlich erkennbar, wobei der Übergang von Früh- zu Spätholz gleitend ist. Das weiß-gelbliche Holz, das auch einen grauen bzw. grauvioletten Farbschimmer aufweisen kann, dunkelt unter Lichteinwirkung deutlich nach. Tannenäste weisen eine dunklere Färbung als jene der Fichte auf, sind rund und mitunter von schwarzen Ringen umgeben (oft Durchfalläste). Der fallweise auftretende Nasskern der Tanne, bei dem das Kernholz im frisch geschlägerten Zustand einen Feuchtigkeitsgehalt von 160 % statt 40 % aufweist, kann zweierlei Ursachen haben: Beim normalen Nasskern gesunder Tannen geht die von Bakterien hervorgerufene braune Färbung meist von Totästen im Kronenbereich aus. Er tritt innerhalb der Reifkerngrenze auf und ist regelmäßig geformt. Ein pathologischer Nasskern absterbender Tannen, der sich von Wunden im Stammfuß nach oben ausbreitet, ist hingegen unregelmäßig geformt und reicht in das Splintholz hinein.

FARBE UND STRUKTUR

Sowohl das Kern- als auch das Splintholz der Weißtanne sind hell und lassen sich farblich nicht voneinander unterscheiden. Die Jahresringe sind aufgrund des fast weißen Frühholzes und des dunkelroten Spätholzes gut erkennbar. Der Spätholzanteil ist meist sehr hoch und die Spätholzzonen können scharf umrissene, zungenförmige Fladern bilden. Es treten keine primären Harzkanäle auf, es können aber gelegentlich traumatische Harzkanäle gebildet werden.

410 kg/m³

Darrdichte

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